11.12.2018
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Brandschutztipps für Jedermann

Halten Sie Treppenhäuser (Fluchtwege) frei von Fahrrädern oder Kinderwagen, denn wenn Sie im Falle eines Brandes das Haus schnell verlassen müssen, kommt es auf jede Sekunde an, die Sie nicht damit vergeuden sollten, Gegenständen auszuweichen. Ebenso sollten keine brennbaren Materialen unter Treppenabsätzen gelagert werden. Geraten diese in Brand, verraucht des gesamte Treppenhaus und Ihr (vielleicht sogar einziger) Fluchtweg ist unpassierbar.

Kellertüren und Brandschutztüren stets geschlossen halten um eine Verrauchung und Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Sind diese Fluchtwege versperrt, kann Sie die Feuerwehr im Regelfall nur noch über den "Zweiten Rettungsweg" retten, d.h. über Leitern. Damit die Feuerwehr aber Leitern aufstellen kann, sollten genügend freie Stellflächen vorhanden sein. Auch Feuerwehrfahrzeuge mit Drehleitern brauchen viel Platz, deshalb sollten Feuerwehrzufahrtswege immer frei sein.

Im Brandfall nie Aufzüge benutzen, da diese stecken bleiben könnten.

Feuerlöscher und Rauchmelder können Leben retten! Bei der Brandbekämpfung geht es um jede Sekunde, mit einem Feuerlöscher können Sie auf jeden Fall kleinere Brände löschen oder eindämmen. Machen Sie sich deshalb mit dem Feuerlöscher vertraut, damit Sie ihn im Ernstfall auch sicher bedienen können. Rauchmelder warnen Sie vor Brandgasen, die schon öfters Menschen im Schlaf überrascht haben. Gute Geräte kosten ca. 25,- € bis 40,- €, das sollte Ihnen Ihr Leben wert sein. Ihre Feuerwehr informiert Sie gerne.

Fettbrände nie mit Wasser löschen! Wird brennendes Fett mit Wasser gelöscht, wird es durch die Wasserdampfbildung auseinandergerissen und entzündet sich durch die jetzt größere Oberfläche explosionsartig. Ein vormals kleiner Brand breitet sich so auf die gesamte Küche aus. Am besten löscht man solche Brände indem man sie erstickt, sei es mit einer Löschdecke oder einfach nur mit einem Deckel. Danach den Topf oder die Friteuse auskühlen lassen.

Spraydosen können zu kleinen Flammenwerfern werden, wenn sie in der Nähe von Zündquellen betrieben werden. Ähnlich wie bei Fettexplosionen wird bei einer Spraydose der Inhalt sehr fein zerstäubt, was eine enorme Vergrößerung der Oberfläche zur Folge hat. Dieser Nebel ist sehr leicht entflammbar! Deswegen nicht rauchen während man mit Spraydosen arbeitet und Räume gut lüften. Alte und leere Spraydosen kommen in den Müll.

Fernseher, aber auch andere Geräte wie z. B. der Verstärker der Stereoanlage, erzeugen Wärme. Deshalb ist darauf zu achten, das ausreichend Umluft an diese Geräte kommt. Ist dies nicht möglich, weil der Fernseher in einem Schrank eingebaut ist, sollte man dem Gerät öfter mal eine Pause gönnen, damit es auskühlen kann. Gegenstände, die auf dem Fernseher liegen, wie Zeitschriften oder Blumenvasen, stören die Wärmeabgabe. Bei Gegenständen die mit Wasser gefüllt sind, (Blumenvase) kann es zu einem Kurzschluss kommen, wenn Wasser ausläuft. Im Falle eines Brandes den Netzstecker ziehen und das Gerät mit einer Löschdecke abdecken um den Brand zu ersticken. Achtung! Bildröhre kann implodieren!

In der Advents- und Weihnachtszeit steigt die Zahl der Wohnungsbrände stark an. Dies hängt vor allem mit der Weihnachtsdekoration zusammen, die leicht Feuer fangen kann. Beachtet man jedoch die folgenden Tipps, kann die Brandgefahr auf ein Minimum reduziert werden.

  • Nur kipp- und standsichere Christbaumständer verwenden.
  • Baum so aufstellen, dass der Raum unbehindert verlassen werden kann.
  • Min. 50 cm Abstand zu Vorhängen und ähnlichem.
  • Brennende Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Dürre Bäume brennen wie Zunder, also möglichst früh aus der Wohnung bringen.

Auch beim Jahreswechsel kommt es öfters zu Bränden und Verletzten. Deshalb:

  • Feuerwerk nicht in geschlossenen Räumen anzünden.
  • Anleitung durchlesen.
  • Blindgänger kein zweites mal anzünden.
  • Keine selbstgebauten oder modifizierten Kracher verwenden.
  • Fenster und Türen schließen.
  • keine Kinder oder Betrunkene krachen lassen.

Falls es bei ihnen doch gebrannt hat

  • Bleiben Sie mit Ihrer Familie zusammen und lassen Sie Ihre Kinder nicht allein.
  • Bei Unwohlsein sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Betreten Sie die vom Brand betroffenen Räume erst, wenn sie erkaltet und durchlüftet sind, und halten Sie davor Rücksprache mit der Feuerwehr oder der Polizei. Um ein Verschleppung von Ruß, Asche und anderen Brandrückständen zu vermeiden, halten Sie sich nicht länger als unbedingt nötig in den Räumen auf.
  • Informieren Sie Ihre Versicherung, Vermieter und Hauseigentümer.

Die bei einem Brand entstehenden Gase und Russpartikel sind giftig! Vermeiden Sie deshalb den Kontakt auf das nötigste und lüften Sie die Wohnung. Nähere Informationen bei ihrer Feuerwehr.