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Kategorie: Presseberichte, Allgemein, Einsatzabteilung
07.07.2010 11:09

Eine Million fürs Feuerwehrhaus

Von:  Armin Brandner
Egelsbach ‐ Gut eine Woche nach dem Ja zum Sportcenter-Bau der SG Egelsbach hat die Gemeindevertretung das nächste Millionenprojekt aufs Gleis gesetzt. Die überfällige Modernisierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses wird noch in diesem Jahr in Angriff genommen. Von Holger Borchard

Die große Mehrheit der Parlamentarier segnete die vorgelegten Pläne für einen Anbau plus Zwischenbau ab, die unter dem Strich mit 1, 06 Millionen Euro zu Buche schlagen. Bei drei Enthaltungen der WGE stimmten nur die Grünen gegen das Vorhaben.

Die Investitionen am Feuerwehrhaus sind einerseits gesetzlichen Vorgaben geschuldet, die im sogenannten Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan eingefordert werden. Andererseits stehen sie im Zusammenhang mit dem im Oktober 2009 beschlossenen Kauf eines größeren Tanklöschfahrzeugs. Das Neufahrzeug, dessen Anschaffung der Kreisbrandinspektor auch mit Blick auf Mängel der Löschwasserversorgung rund um den Flugplatz angemahnt hatte, benötigt einen Unterstellplatz. Die derzeitige Halle ist freilich zu niedrig und ihre räumliche Kapazität dermaßen ausgereizt, dass Ausrüstung nicht vorschriftsmäßig gelagert werden kann und schon jetzt stets ein Einsatzfahrzeug im Freien stehen muss.

Antrag fand keine Zustimmung

Die abgesegnete Ausbauplanung trägt dem Rechnung: „Die erste Variante sah nur einen Erweiterungsbau in Höhe der derzeitigen Garagen vor. Sie wurde um den Zwischentrakt ergänzt, der den Neubau mit dem Anbau aus dem Jahr 2001 verbinden soll und zugleich den Abstellplatz schafft“, so Gemeindebrandinspektor Peter Meißner.

Die Grünen indes rieben sich einmal mehr am Flugplatz. Sofern das neue Fahrzeug mangelhafter Löschwasserversorgung am Flugplatz geschuldet sei, sollte man direkt dort Verbesserungen herbeiführen, so der Ansatz der Ökopartei. „So kann auf den Kauf des Fahrzeugs verzichtet und der Ausbau des Feuerwehrhauses abgespeckt werden“, erklärte Uwe Hesse. Ein entsprechender Antrag fand allerdings keine Zustimmung. Für die Mehrheit erklärten Wolfgang Becker (SPD) und Frank Taulien (CDU), dass Alternativen bei ebenfalls hohen Kosten weniger zweckmäßig seien und die mobile Variante eines Löschfahrzeugs letztlich ortsweiten Nutzen bringe.

Die WGE stellte die grundsätzliche Notwendigkeit des Neubaus nicht infrage, monierte aber „stattliche Mehrkosten bei diversen Einzelmaßnahmen“. „Das sollte man noch mal auf Sparpotenzial abklopfen – da hätten wir noch etliche Fragen“, sagte Fraktionschef Manfred Müller. „Warum haben Sie die nicht vor zwei Wochen im Ausschuss den Planern gestellt?“, konterte Wolfgang Becker.

Ausbau wird spätestens im Herbst gestartet

Dass die Erweiterung des Feuerwehr-Domizils aus den 60er-Jahren ungeachtet der hohen Kosten die beste Lösung ist, findet auch der Gemeindevorstand um Bürgermeister Moritz. „Der Ausbau, für den schon 550.000 Euro im Haushalt 2010 eingeplant sind, wird spätestens im Herbst gestartet“, sagt der Rathaus-Chef. Zur Sitzung konnte Moritz Post aus Wiesbaden präsentieren: Das Land bezuschusst das zirka 355.000 Euro teure Löschfahrzeug mit 58.500 Euro.