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Kategorie: Presseberichte
17.12.2009 11:07

Heißer Advent im Pflegeheim

Von:  Armin Brandner
Alarmübung der Feuerwehr

Im zweiten Obergeschoss brannte ein Zimmer in voller Ausdehnung, der Brand drohte auf den Dachstuhl überzugreifen. Ausgelöst wurde der Brand durch ein implodiertes TV-Gerät. In dem betroffenen Bereich waren insgesamt sechs Personen durch den Brand gefährdet.

Dies war das Szenario, das Gemeindebrandinspektor Thorsten Heller zusammen mit Kreisbrandinspektor Ralph Stühling und Kreisbrandmeister Matthias Maurer-Hardt am Donnerstag (10.12.) angenommen hatten. Ziel war es, den theoretisch erarbeiteten Alarmplan, auf dessen Grundlage die Rettungskräfte seit Inbetriebnahme des Pflegeheims alarmiert werden, in der Praxis bei einer bestätigten Feuermeldung zu überprüfen.

Um 18:15 Uhr war es dann soweit. Ein Zimmer wurde mit Hilfe einer Nebelmaschine verraucht und sechs Statisten bezogen die umliegenden Zimmer. Kurz darauf schlug der Rauchmelder im Flur vor dem verrauchten Zimmer Alarm, der automatisch zur zentralen Leitstelle nach Dieburg weitergeleitet wird. Die Leitstelle alarmiert nach Alarmplan die Feuerwehr Erzhausen, die Feuerwehr Gräfenhausen sowie den Rettungsdienst.

Kurze Zeit später wurde telefonisch bei der Leitstelle das automatisch gemeldete Feuer durch die Pflegeleitung bestätigt. Daraufhin erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe und alarmierte gemäß Alarmplan weitere Einheiten aus Egelsbach, den ELW 2 aus Pfungstadt, die Presseeinheit des Kreises, den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, das DRK Erzhausen und weitere Sanitätseinheiten. Insgesamt wurden 70 Einsatzkräfte an die Einsatzstelle beordert.

Einsatzleiter Ralf Bachhuber (stv. Gemeindebrandinspektor) bildete mehrere Einsatzabschnitte und koordinierte die Rettung der Personen- und Brandbekämpfung.

Die Drehleiter aus Egelsbach wurde im rückwartigen Bereich zur Brandbekämpfung mit einem Wenderohr eingesetzt. Insgesamt waren fünf Atemschutztrupps mit der Rettung der Personen und der Brandbekämpfung eingesetzt.

Die Bewohner des Pflegeheims wurden für die Dauer der Löschmaßnahmen in einem Versammlungsraum in Sicherheit gebracht und betreut. Durch die Größe des Gebäudes und die besonderen Gegebenheiten eines Pflegeheims sind die Einsatzkräfte in besonderem Maße gefordert. Der Einsatz erfordert insbesondere bei bettlägerigen Bewohnern sehr viele Einsatzkräfte. Nach der erfolgreichen Übung wurde unter den Führungskräften eine kurze Nachbesprechung durchgeführt, bei der sich Thorsten Heller und Ralf Bachhuber bei den beteiligten Einheiten für die Unterstützung bedankten.

Auch Bürgermeister Hans-Dieter Karl beobachtete die Übung und war sehr zufrieden mit dem Verlauf.

lm Anschluss verpflegte das Team des Pflegeheims die Einsatzkräfte mit Getränken und einem kleinen Imbiss.

Die Pflegeheimleiterin Doris Scheu bedankte sich bei allen für ihren vorbildlichen Einsatz und hofft natürlich wie alle Einsatzkräfte, dass es nie zu einem Ernstfall kommen wird.

Quelle: Erzhäuser Anzeiger